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'Unterrichten in inklusiven Settings':
Was können wir voneinander und miteinander lernen,
um die Herausforderung in Schule und Seminar anzunehmen?"

Unter dieser Themenstellung fanden sich am 24.11.2016 knapp 50 Ausbilderinnen und Ausbilder der vier am ZfsL Duisburg vertretenen Seminare zusammen, um im Rahmen eines gemeinsamen Fortbildungsnachmittages tief in das Themenfeld 'Inklusion' einzutauchen. Das in intensiver Zusammenarbeit von der Arbeitsgruppe Inklusion am ZfsL Duisburg gemeinsam mit Frau Dr. Regina Lottes und Herrn Oliver Munzert vom Kompetenzteam Duisburg entwickelte Fortbildungsformat verzichtete weitestgehend auf plenare Informationsvermittlung, sondern setzte den Fokus vielmehr auf intensive, lehramtsübergreifende Zusammenarbeit in fachbezogenen Arbeitsgruppen. Anhand konkreter Fallbeispiele wurden vielfältige unterrichtsplanerische Zugänge für 'inklusives Unterrichten' skizziert und erarbeitet. In angeregten Gesprächen und Diskussionen wurde das Spannungsfeld von gesetzten Leistungsstandards und Kompetenzerwartungen auf der einen Seite und der Verpflichtung und Suche nach individueller Förderung des einzelnen Kindes auf der anderen Seite mehr als deutlich.

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Alle Beteiligten konnten erfahren, dass vernetzte und multiprofessionelle Teamarbeit auch Anfangshürden überwinden muss, die sich neben notwendigen zeitlichen Ressourcen auch in unterschiedlichen Planungsroutinen oder der Notwendigkeit von Verständigungsprozessen hinsichtlich Begrifflichkeiten und Fachterminologie begründen können. Diese Hürden im Rahmen des Dialogs und gemeinsamen Erarbeitens zu erkennen und zu meistern wurde von den Teilnehmenden als förderlich und bereichernd rückgemeldet. So wurde aus einem in der Zwischenreflexion geäußerten "Das kriegen wir so nicht hin!" zum Ende des Nachmittags ein konstruktiv-perspektivisches "Das probieren wir jetzt mal aus!"

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Das Wissen, dass es auf die komplexen Herausforderungen, die das gemeinsame Lernen von Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf mit sich bringt, keine einfachen Antworten und uniformen Lösungen geben kann, brachten die Teilnehmenden als Vorerfahrung mit in den Nachmittag. Die methodisch initiierte multiperspektivische Annäherung auf die Anliegen und individuellen Bedarfe innerhalb der Lerngruppe erwies sich als Schlüssel, um den Blick über den Tellerrand des vertrauten Lehramts weiten und sich auch neuen Betrachtungsweisen der anderen Professionen öffnen zu können. "Ich bewundere, welche Schritte andere auf diesem Gebiet schon gemacht haben. Ich bin dankbar für das, was ich heute von der Grundschulkollegin lernen durfte!" konstatierte eine Kollegin aus dem gymnasialen Bereich zum Ende der Veranstaltung. Diese Erkenntnis auch auf die Arbeit mit in der Ausbildung befindlichen Lehrkräften zu übertragen - etwa durch die lehramtsübergreifende Planung und Gestaltung von Kern- oder Fachseminaren - formuliert eine ausbildungsdidaktische Perspektive, die es nun verstärkt anzugehen gilt:
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